Itz bi ni hür äxtra scho vor dr Wiehnachte ufe Wiehnachtsmärit u ha nid gwartet bis zur Altjahrswuche für chly ga ds Schnöigge wie süsch mängisch. Nei, hür ha ni ändlech mau für aui es Wiehnachtsgschänk wöue ha u das vor Wiehnachte. I ha nid nume ds Chärtli mitgno, sondern ds Portmoné no mit Bargält gfüllt. U natürlech ds Gäut uf em Handy. – Das si Wiehnachtsgedanke u ke Wärbig. Dum di chly eigenartegi Formulierig. – Guet ypackt – i ha grad die cheuteschti Vorwiehnachtszyt verwütscht – u vou Vorfröid bi ni uf ds Poschi.
Es het scho afa dämmere u d’Wiehnachtsliechter si ir verschneite Landschaft so richtig zur Gäutig cho. Dr Duft vo Glüehwy het sech mit däm vo Raclette u Cherze gmischt. Auso aus agrichtet für mini Mission. Vo Stand zu Stand ha ni mi dür d’Mönschemängi düre kämpft. Nei, Wulesocke bruuche ni nid – die glismete vom Vreni si schöner, gäbe wermer u läbe lenger. Cherze bruuche ni o nid – üses Lager isch riesig u das geit äuä viune glych. Ds Duftöl schmöckt so penetrant, dass i dä Stand wytrüümig umfahre. E Chrippe us Holz? Vom Miniatürchrippli bis zum Stau, wo ds haube Wohnzimmer würd fülle, git’s aus. U natürlech unzählegi Ängeli. Nei, nüt zum Ufstelle – das muess me nume abstoube. Handwärch us Keramik, Stei, Holz, Papier, Wachs, Metall, Glas. Aus schön zum Aluege. Aber i la’s lieber, wo’s isch. Öppis zum Bruuche müesst is si. Tee i aune Variante, Gwürz u Chrüttli. U wär hätt äch a welem Fröid? Hei doch aui scho gnue. Bi ni gitzig? Schänke söu doch Fröid mache – er Schänkerin u em Beschänkte. D’Fröid isch mer abhande cho u d’Cheuti dringt langsam bis uf d’Chnoche.
Schliesslech ga ni mit es paar trochene Fertigmenumischige für jewyls zwe Persone hei. D’Täsche isch längschtens nid vou. D’Resärveseckli, wo ni o no ha mitgno, blybe unagrüehrt zämekrugelet im Rucksack.
De heis di drü Stärndüter us em Morgeland eifacher gha. Würklech? Wohär hei si eigetlech ihri Gschänk gha? Blödi Frag, vo deheime hei si se mitgno. Si si äch o zersch no ufe Wiehnachtsmärit, bivor si sech uf e Wäg nach Bethlehem hei gmacht? Chabis. Wiehnachte het’s ja denn no gar nid gä u drum sicher o keni Wiehnachtsmärite. Aber wie si si de überhoupt druf cho, so komeschi Sache wie Gold, Wiehrouch u Mürre z’verschänke? I chönnt itz google u när e Abhandlig über d’Bedütig vo dene symbolträchtige Gabe mache – wahrschynlech no i verschiedene Variazione. Aber das chöit dir ja o säuber. Item.
Schänke. Wie geit’s öich mit schänke? I tue gärn schänke. Hm, es gseht aber grad gar nid derna us. Mit lääre Händ wirde ni dastah. Schön phynlech. I wirde nachdänklech. Werum wott i eigetlech hür emu doch o würklech aune es Wiehnachtsgschänk ha? Nume, wüu i befürchte, dass anderi für mi öppis parat hei u ni doch nid wott beschänkt wärde ohne säuber z’schänke?
Momänt mau. Was isch eigetlech ds Wäse vom Schänke? Im Obligationerächt heisst’s drüber: «Als Schenkung gilt jede Zuwendung unter Lebenden, womit jemand aus seinem Vermögen einen andern ohne entsprechende Gegenleistung bereichert.» Oder nachem digitale Wörterbuch der deutschen Sprache bedütet schänke «jemandem etwas ohne Gegenleistung zu dauerndem Besitz geben, um ihn damit zu erfreuen». Genau: Schänke söu Fröid mache. Aber schänke isch äbe no meh. Es geit nid um ne Gägeleistig. Es isch bedütend weniger u drmit meh. Schänke isch eisitig u geit nume i ei Richtig – vo mir wäg. Schänke isch nid tuusche. Schänke isch gä. U beschänkt wärde isch übercho. Schänke isch aber nid gä und übercho. Oder sogar gä und derfür übercho. Oder gä, wüu i dänke, dass i derfür überchume.
Löht is schänke u beschänkt wärde – nid tuusche. Isch ds Jesuschindli ir Chrippe nid o da üse Wägwyser? Xägneti Wiehnachte!
🤗 – Simone …!
If diner Websiite sött‘s neu heisse:
„Gymnasiallehrerin – Behindertenrechtlerin – Schriftstellerin“
🙋♂️🥳🙌
Merci tuusig für di schöni Gschicht. So guet gschriebe. Wünsche dir gsägneti Wiehnachte. Glg Judith
Merci! Das wünsche ni öich o.
Liebe Simone
Herzlichen Dank für das Teilen deines Erlebnisses und die nachträglichen Gedanken dazu!
Wie recht du hast!
Meine Cousine hat mir zu diesem Thema einen vielsagenden Spruch zugesandt: „Die wertvollsten Geschenke sitzen um den Tisch und liegen nicht unter dem Weihnachtsbaum . “
So halten wir es schon seit Jahren in unserem Familienclan. Nur die minderjährigen Kinder und die Gastgeberin erhalten noch ein Geschenk.
Liebe Grüsse
Elisabeth